one night standby
wenn ich auf konzerte gehe, ziehe ich mich wahrlich nicht sonderlich chic an. wo sollte ich auch auf die schnelle chice klamotten herbekommen? besonders wenn ich weiss, dass die nacht verdammt heiss, verraucht und die location eher schrammlig als edel sein wird, passe ich mich den gegebenheiten an, schliesslich gilt wie immer: wer edler aussieht als die band, ist fehl am platze. umso mehr hat mich der vorfall überrascht, der mir gerade eben passiert ist.
nachdem ich durch den schnee und matsch nach hause spaziert bin, sehe ich an der außentreppe, die zu meiner wohnung im ersten stock führt, drei damen mittleren alters, die sich gerade umarmen und sich zu verabschieden scheinen. neben ihnen zwei große reisekoffer. ich frage höflich, ob ich helfen kann, die beiden koffer hinauf zu tragen.hätte ich gewusst, wie schwer sie sind und dass sie in den dritten stock müssen, hätte ich mir die frage gut überlegt. freudestrahlend nimmt die dame, die hier zu wohnen scheint, mein angebot an.
schon während des hinauftragens hätte ich stutzig werden sollen, warum mich die dame fragt, ob ich auch hier wohne und ob meine frau schon auf mich wartet. welche frau denn? an ihrer haustür angekommen fragt mich die nachbarin, ob ich nicht lust hätte, noch auf ein glas wein mit zu ihr in die wohnung zu kommen. ich lehne dankend ab und erkläre, dass ich keinen alkohol trinke. cola hätte sie auch, doch ich lehne erneut dankend ab. als die dame mir schließlich offeriert, dass es ihr wirklich wichtig sei, dass ich noch mit zu ihr käme, da sie gerade aus dem spanien-urlaub käme und sie es einfach nicht mehr gewohnt sei, alleine einschlafen zu müssen, bin ich einfach nur sprachlos und verwirrt zugleich. so schnell bin ich noch nie in meine wohnung gerannt.
ich frage mich, was eine objektiv gesehen sicherlich attraktive und sehr hübsche frau, die geschätzte zehn jahre älter ist als meine wenigkeit, mit klunkern behängt wie ein schlecht geschmückter weihnachtsbaum und mit schminke bespachtelt wie ein clown in der manege, mit einem kerl wie mir will, der heute so aussieht wie genau die menschen, über die die dame in ihrem spanienurlaub sicher gerade zwei wochen lang gelästert hat. ich glaube, ich werde meine wohnung morgen lieber nicht verlassen.
nachdem ich durch den schnee und matsch nach hause spaziert bin, sehe ich an der außentreppe, die zu meiner wohnung im ersten stock führt, drei damen mittleren alters, die sich gerade umarmen und sich zu verabschieden scheinen. neben ihnen zwei große reisekoffer. ich frage höflich, ob ich helfen kann, die beiden koffer hinauf zu tragen.
schon während des hinauftragens hätte ich stutzig werden sollen, warum mich die dame fragt, ob ich auch hier wohne und ob meine frau schon auf mich wartet. welche frau denn? an ihrer haustür angekommen fragt mich die nachbarin, ob ich nicht lust hätte, noch auf ein glas wein mit zu ihr in die wohnung zu kommen. ich lehne dankend ab und erkläre, dass ich keinen alkohol trinke. cola hätte sie auch, doch ich lehne erneut dankend ab. als die dame mir schließlich offeriert, dass es ihr wirklich wichtig sei, dass ich noch mit zu ihr käme, da sie gerade aus dem spanien-urlaub käme und sie es einfach nicht mehr gewohnt sei, alleine einschlafen zu müssen, bin ich einfach nur sprachlos und verwirrt zugleich. so schnell bin ich noch nie in meine wohnung gerannt.
ich frage mich, was eine objektiv gesehen sicherlich attraktive und sehr hübsche frau, die geschätzte zehn jahre älter ist als meine wenigkeit, mit klunkern behängt wie ein schlecht geschmückter weihnachtsbaum und mit schminke bespachtelt wie ein clown in der manege, mit einem kerl wie mir will, der heute so aussieht wie genau die menschen, über die die dame in ihrem spanienurlaub sicher gerade zwei wochen lang gelästert hat. ich glaube, ich werde meine wohnung morgen lieber nicht verlassen.
abteilung badezimmer, 01:41 -- herr axel


