soundso
ich hatte mir lange überlegt, ob ich mir das neue album von wir sind helden wirklich besorgen sollte. zu sehr nerven mich doch die kurzzeit aktuellen deutschen frauenstimmen mit billigen melodien und öden texten à la silbermond und juli. und dennoch schlug ich zu und nun liegt hier ein album neben mir auf dem tisch, das schon dreimal durch den player lief und einfach keinen weg zu mir finden mag.

ich habe das gefühl, dass die berliner bei diesem album nach der babypause viel zu sehr auf nummer sicher gehen wollten. die lieder klingen alle etwas glattgebügelt gleich, es beschleicht sich der verdacht, dass hier äusserst formatradiokompatibel geschrieben und produziert wurde. für mich persönlich am erschreckendsten ist die tatsache, dass judith holofernes texte liefert, die nicht einmal eine sekunde lang zum nachdenken anregen – das ist man von den helden wahrlich nicht gewohnt. kein einziges lied ist auch nur annähernd so komplex arrangiert und durchdacht wie auf dem vorgängeralbum „von hier an blind“. mit dem bislang besten album, dem erstlingswerk „die reklamation“, möchte ich gar keine vergleiche ziehen, fehlt dem neuen album doch jeglicher kick und jegliche dynamik.
nicht dass wir uns falsch verstehen: die helden werden mit „soundso“ sicher erneut ihren kommerziellen erfolg erzielen, jedoch müssen sie den abgang als vertreter alternativer deutschsprachiger musik dafür in kauf nehmen. mit diesem album wird gefühlskalt mitgeschwommen im silbermond-juli-einheitsbrei. willkommen im mainstream.

erschienen im mai 2007 bei labels (emi)

ich habe das gefühl, dass die berliner bei diesem album nach der babypause viel zu sehr auf nummer sicher gehen wollten. die lieder klingen alle etwas glattgebügelt gleich, es beschleicht sich der verdacht, dass hier äusserst formatradiokompatibel geschrieben und produziert wurde. für mich persönlich am erschreckendsten ist die tatsache, dass judith holofernes texte liefert, die nicht einmal eine sekunde lang zum nachdenken anregen – das ist man von den helden wahrlich nicht gewohnt. kein einziges lied ist auch nur annähernd so komplex arrangiert und durchdacht wie auf dem vorgängeralbum „von hier an blind“. mit dem bislang besten album, dem erstlingswerk „die reklamation“, möchte ich gar keine vergleiche ziehen, fehlt dem neuen album doch jeglicher kick und jegliche dynamik.
nicht dass wir uns falsch verstehen: die helden werden mit „soundso“ sicher erneut ihren kommerziellen erfolg erzielen, jedoch müssen sie den abgang als vertreter alternativer deutschsprachiger musik dafür in kauf nehmen. mit diesem album wird gefühlskalt mitgeschwommen im silbermond-juli-einheitsbrei. willkommen im mainstream.

erschienen im mai 2007 bei labels (emi)
abteilung musikzimmer, 17:49 -- herr axel

